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Film mit Senf: Ted
Geschrieben von: McSchuh am 22.08.2012, 00:11
Kategorien: Kino, DVD, TV
Kinder, wie die Zeit vergeht. Echt schon so viele Monate seit meiner letzten Filmreview? Gut, liegt vielleicht auch daran, dass ich seither nur mehr für The Dark Knight Rises im Kino war (und glaubt mir, sobald ich mich entschieden habe, ob ich den mochte oder nicht, kommt auch noch was dazu). Heute Abend gab´s allerdings Ted auf die Augäpfel - erneut in der deutschen Synchronfassung, wie auch schon bei American Pie: Reunion. Filmfreundeskreiswechsel wird nun auf die Checkliste gesetzt, aber egal - hier nun mein Senf.
Seth MacFarlane. Diesen Namen sollte man zu Beginn einmal gesondert hinstellen, denn er ist der Herr, der sich das gesamte im folgenden beschriebene Werk erdacht hat. Bisher war der Amerikaner ja am ehesten für seine beiden grenzgenial-grenzwertigen Serien
American Dad und Family Guy bekannt (und auch für die Roasted-Serie ... dazu werde ich mich jetzt allerdings nicht auslassen). Mit Ted wagt er nun seinen ersten Schritt ins große Kino, und dabei lässt er keine Chance aus um einen Witz zu landen. Doch der Reihe nach: In Ted geht es um John Bennett ("Marky" Mark Wahlberg - mal eine etwas andere Rolle für ihn, aber nicht schlecht besetzt) und seinen besten Kumpel Ted (von MacFarlane selbst eingesprochen),]der plünschig und haarig ist - er ist nämlich ein Teddybär, den sich Klein-John 1985 zum Leben gewünscht hat.

So weit, so gut, so Standard. Was auf den Titel folgt sind 106 Minuten Witze. Aus allen Richtungen, auf allen Niveaus, meistens jedoch auf dem unterhalb der Gürtellinie. Wenn dann diverse Furz- und "Deine Mutter"-Witze eintrudeln, dann weiß man, woran man ist - Seth MacFarlanes Spaßfabrik arbeitet auf Hochtouren, um auch ja jeden Joke unter Dach und Fach zu bringen. Das Problem daran ist, dass dieser in seinen Serien erprobte Humor auf Filmlänge nicht ganz zünden mag. Versteht mich nicht falsch - ich habe oft gelacht, manchmal aus Überraschung (sagen wir einfach, dass Norah Jones ein bäriges Geheimnis hat), manchmal weil´s wirklich witzig war. Wenn Ted seine Arbeitskollegin ziemlich derb anmacht, indem er eindeutige Posen auf dem Verkaufstresen abzieht, dann ist das einfach lustig - weil´s einfach ein kleiner Teddybär ist! Damit kann man auch viel des Filmcharmes, den er schon irgendwie besitzt, erklären - jeder hatte doch irgendwann mal ein Kuscheltier, das er / sie gerne zum Leben erweckt hätte. Also geben wir die Erfüllung dieses Wunsches und den Humor (wenn er sich auch auf "Abschlussparty Gymnasium"- oder wahlweise Counterstrike-Chat-Niveau bewegt) auf die gute Filmseite.
Die schlechte Seite ist jedoch auch vorhanden und besteht für mich zum Großteil aus der Identitätskrise des Films: Er hat nämlich irgendwie keine Ahnung, was er eigentlich ist. Was als Buddy-Movie startet, wird dann eine Art Liebeskomödie, die in ein kleines Drama übergleitet, begleitet natürlich von Versatzstücken aus Entführungsthriller und einer Autoverfolgungsjagd (warum DIE in Ted gelandet ist wissen echt nur der Henker und MacFarlane) - merkt ihr schon, worauf ich hinaus will? Zum Schluss sitzt man da und denkt sich "Verdammt, das passt alles nicht so gut zusammen", und man hat leider recht. Deswegen wird der Seher zum Schluss etwas unbefriedigt zurückgelassen, aber mit einem dennoch gut ausgelachten Bauch - eine komische Mischung, aber gut.
Ein Grund dafür sind auch noch die wirklich zahlreichen Auftritte von Gaststars, die einigen Boden wettmachen. Die oben schon erwähnte Norah Jones darf mitmachen, aber auch Sam J. Jones (der verdammte FLASH GORDON, Leute!) haut ordentlich rein - und wie sich Ryan Reynolds mal wieder etwas selbst verarscht will ich euch hier einfach nicht vermiesen.
Was kann ich also für mich selber und damit euch aus dem Film schließen? Ja, klar, das ganze Ding ist eine Analogie auf das Erwachsenwerden, das Loslassen der Jugend hin zu einem verantwortungsvollen Leben (das auch mal daraus bestehen kann, dass man um kurz vor 12 eine Filmreview schreibt) - doch gleichzeitig ist es auch ein Film, der eben nicht ganz erwachsen geworden ist und in seiner jugendlichen Orientierungsphase steckt. Und dabei auch flucht wie ein verdammter ordentlicher Jugendlicher es zu tun hat. Deswegen will ich den Film auch auf keinen Fall verreissen, denn wenn man an einem Abend mal wieder richtig die Manieren ausschalten will, ist Ted auf jeden Fall zu empfehlen und macht auch satt Spaß. Leider auch nicht viel mehr - für MacFarlanes nächstes Projekt wünsche ich ihm eine Karte, auf der alle Filmgenres und der Weg dort hin erklärt sind.
Oh, und bevor ich es vergesse: Der überzeugendste Schauspieler ist leider in einer Nebenrolle untergebracht und heißt Giovanni Ribisi. Kennt man aus Avatar und Public Enemies und spielt wohl das beste verstörte Kind Mitte 30, das ich bisher gesehen habe. Watch out for the dance moves!
Seth MacFarlane. Diesen Namen sollte man zu Beginn einmal gesondert hinstellen, denn er ist der Herr, der sich das gesamte im folgenden beschriebene Werk erdacht hat. Bisher war der Amerikaner ja am ehesten für seine beiden grenzgenial-grenzwertigen Serien
American Dad und Family Guy bekannt (und auch für die Roasted-Serie ... dazu werde ich mich jetzt allerdings nicht auslassen). Mit Ted wagt er nun seinen ersten Schritt ins große Kino, und dabei lässt er keine Chance aus um einen Witz zu landen. Doch der Reihe nach: In Ted geht es um John Bennett ("Marky" Mark Wahlberg - mal eine etwas andere Rolle für ihn, aber nicht schlecht besetzt) und seinen besten Kumpel Ted (von MacFarlane selbst eingesprochen),]der plünschig und haarig ist - er ist nämlich ein Teddybär, den sich Klein-John 1985 zum Leben gewünscht hat.

"Fuck you, thunder!" Klare Ansage an Thor.
Nachdem die Welt nun ist, wie sie ist, errangt der lebende Teddy dadurch eine Zeit lang Starruhm, nur um dann 27 Jahre später als Low-Life kiffend auf der Couch zu liegen. Klar, dass er damit auch John mit runterzieht, der nicht gerade eine Ausgeburt an Motivation und Selbstsicherheit ist. Dummerweise stößt das seiner Freundin Lori (Mila Kunis ... nein, ich wusste auch nicht, dass die noch Filme macht) relativ sauer auf, bis irgendwann einmal die Entscheidung fallen muss: Ted oder Lori. 
Morgenstund mit Joint im Mund - entsprechend produktiv sind die Tage
So weit, so gut, so Standard. Was auf den Titel folgt sind 106 Minuten Witze. Aus allen Richtungen, auf allen Niveaus, meistens jedoch auf dem unterhalb der Gürtellinie. Wenn dann diverse Furz- und "Deine Mutter"-Witze eintrudeln, dann weiß man, woran man ist - Seth MacFarlanes Spaßfabrik arbeitet auf Hochtouren, um auch ja jeden Joke unter Dach und Fach zu bringen. Das Problem daran ist, dass dieser in seinen Serien erprobte Humor auf Filmlänge nicht ganz zünden mag. Versteht mich nicht falsch - ich habe oft gelacht, manchmal aus Überraschung (sagen wir einfach, dass Norah Jones ein bäriges Geheimnis hat), manchmal weil´s wirklich witzig war. Wenn Ted seine Arbeitskollegin ziemlich derb anmacht, indem er eindeutige Posen auf dem Verkaufstresen abzieht, dann ist das einfach lustig - weil´s einfach ein kleiner Teddybär ist! Damit kann man auch viel des Filmcharmes, den er schon irgendwie besitzt, erklären - jeder hatte doch irgendwann mal ein Kuscheltier, das er / sie gerne zum Leben erweckt hätte. Also geben wir die Erfüllung dieses Wunsches und den Humor (wenn er sich auch auf "Abschlussparty Gymnasium"- oder wahlweise Counterstrike-Chat-Niveau bewegt) auf die gute Filmseite.
Die schlechte Seite ist jedoch auch vorhanden und besteht für mich zum Großteil aus der Identitätskrise des Films: Er hat nämlich irgendwie keine Ahnung, was er eigentlich ist. Was als Buddy-Movie startet, wird dann eine Art Liebeskomödie, die in ein kleines Drama übergleitet, begleitet natürlich von Versatzstücken aus Entführungsthriller und einer Autoverfolgungsjagd (warum DIE in Ted gelandet ist wissen echt nur der Henker und MacFarlane) - merkt ihr schon, worauf ich hinaus will? Zum Schluss sitzt man da und denkt sich "Verdammt, das passt alles nicht so gut zusammen", und man hat leider recht. Deswegen wird der Seher zum Schluss etwas unbefriedigt zurückgelassen, aber mit einem dennoch gut ausgelachten Bauch - eine komische Mischung, aber gut.
Ein Grund dafür sind auch noch die wirklich zahlreichen Auftritte von Gaststars, die einigen Boden wettmachen. Die oben schon erwähnte Norah Jones darf mitmachen, aber auch Sam J. Jones (der verdammte FLASH GORDON, Leute!) haut ordentlich rein - und wie sich Ryan Reynolds mal wieder etwas selbst verarscht will ich euch hier einfach nicht vermiesen.
Was kann ich also für mich selber und damit euch aus dem Film schließen? Ja, klar, das ganze Ding ist eine Analogie auf das Erwachsenwerden, das Loslassen der Jugend hin zu einem verantwortungsvollen Leben (das auch mal daraus bestehen kann, dass man um kurz vor 12 eine Filmreview schreibt) - doch gleichzeitig ist es auch ein Film, der eben nicht ganz erwachsen geworden ist und in seiner jugendlichen Orientierungsphase steckt. Und dabei auch flucht wie ein verdammter ordentlicher Jugendlicher es zu tun hat. Deswegen will ich den Film auch auf keinen Fall verreissen, denn wenn man an einem Abend mal wieder richtig die Manieren ausschalten will, ist Ted auf jeden Fall zu empfehlen und macht auch satt Spaß. Leider auch nicht viel mehr - für MacFarlanes nächstes Projekt wünsche ich ihm eine Karte, auf der alle Filmgenres und der Weg dort hin erklärt sind.
Oh, und bevor ich es vergesse: Der überzeugendste Schauspieler ist leider in einer Nebenrolle untergebracht und heißt Giovanni Ribisi. Kennt man aus Avatar und Public Enemies und spielt wohl das beste verstörte Kind Mitte 30, das ich bisher gesehen habe. Watch out for the dance moves!
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